Mein Name ist Osadcha Valeriya, ich wurde 1998 in der Ukraine geboren. Bis zu meinem 11. Lebensjahr lebte ich in Schostka, bevor meine Familie in die Schweiz zog.
Schon im Alter von drei Jahren, so erzählt meine Mutter, begann ich zu zeichnen. Zuerst waren es kleine Kritzeleien an den Wänden – doch das Zeichnen und Malen haben mich seitdem mein ganzes Leben begleitet. Für mich ist Malen nicht nur ein kreativer Ausdruck, sondern auch eine beruhigende und heilende Tätigkeit für Seele und Psyche.
Ich besuchte die Kantonsschule mit Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten und studierte später an der PHNMS in Bern. Heute arbeite ich als Lehrerin, doch in meiner Freizeit widme ich mich weiterhin intensiv der Malerei. Ich bevorzuge Acrylfarben auf Leinwand und liebe es, mit kräftigen, bunten Farben zu arbeiten. Inspiriert wurde ich unter anderem von den Kunststilen Expressionismus, Surrealismus und Pop Art. Besonders gerne male ich Frauen und ukrainische Motive.
Der Umzug in die Schweiz war für mich ein grosser Einschnitt: Ich wurde fast über Nacht aus meiner gewohnten Umgebung gerissen und hatte einen schwierigen Start. Heute fühle ich mich hier zu Hause, aber die Suche nach meinen Wurzeln ist noch immer ein Teil von mir. Das Malen hilft mir dabei, mich selbst zu finden. Es gibt mir Ruhe, Entspannung und Klarheit; jeden Tag male ich, um meine Gedanken zu ordnen und neu zu sortieren.
Für mich ist die Malerei nicht nur ein Hobby – sie ist ein wichtiger Teil meines Lebens, Ausdruck meiner Identität und meiner Verbindung zu meinen Wurzeln.
